Donnerstag, 7. Mai 2015
Es ist Zeit, etwas zu ändern
Vor einiger Zeit bemerkte ich, dass sich mein Leben verändert hat. Es lebte mich, und nicht ich lebte es. Ich hatte das Gefühl, das Leben der Anderen zu führen und nicht mein eigenes. Ich hatte das Gefühl, jede Rolle auszufüllen, die mir zugeschrieben wurde. Ich war irgendwie nicht ich selbst. Aber wer war ich überhaupt? Ich tat Dinge, die von mir erwartet wurden, aber waren es wirklich Dinge, die ich wollte? Mit sechzehn hatte ich noch Träume, mit fünfundzwanzig auch, aber jetzt? Das Leben raste an mir vorbei. Sicher, es waren sehr schöne Jahre dabei. Ich habe zwei wundervolle Jungs geboren, und auch wenn ich nicht mehr mit dem Vater der Kinder zusammenlebe, kann ich nicht behaupten, dass es da schlecht läuft. Klar, unsere Beziehung als Paar ist vorbei, aber als Eltern verstehen wir uns meist gut. Die Trennungszeit war sehr stressig und das Leben neu zu organisieren mit zwei kleinen Kindern auch. Das bekamen mein Körper und meine Seele zu spüren. Anfangs habe ich die Zähne zusammengebissen, so wie man das im Allgemeinen so macht. Bloß nicht jammern, ich schaffe das schon... Ich bemerkte schnell, dass es so nicht weiterging. Ich zog die Notbremse.
Ich suchte mir neue Aufgaben, verwarf sie wieder, bin bei einigen hängen geblieben. Yoga und gesunde Ernährung sind mir sehr wichtig. Meditation ist neu dazu gekommen, obwohl es mir manchmal noch recht schwer fällt, bin ich nach jeder Meditation schwer begeistert. Ich merke, das Selbstliebe gelebt werden muss und nicht nur dahergeredet sein will. Fürsorge für dich selbst und die Menschen um dich herum führen zum Glück. Positive Gedanken helfen und retten manche Situation. Klar, es lässt sich nicht alles schönreden. Ich bin da auch gar nicht blauäugig. Aber ich habe gelernt, dass sich Dinge nicht mehr ungeschehen machen lassen, auch wenn man sich das noch so sehr wünscht. Was passiert ist, ist passiert. Und es ist vergangen. Also Vergangenheit. Wir leben aber hier im Jetzt. Und Jetzt ist genau dieser Moment, in dem du atmest. Nicht gestern und nicht morgen. Also versuchen wir doch einfach bewusst zu leben, zu genießen, was wir haben, zu spüren, was in uns vorgeht, uns erkennen, wer wir sind und was wir alles geben können, zu erfahren, wie groß unser Herz ist.
Es ist sehr befreiend, zu wissen, das der wichtigste Moment genau der ist, in dem du dich gerade befindest.
Atme und genieße den Tag,
Deine Angelina
Standort:
Deutschland
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